»Getragen wird der Abend nicht zuletzt vom Instrumentalensemble, das Gigers Musik famos umsetzt. Die vierzehn Musikerinnen und Musiker - neben dem Klavierduo Huber/Thomet und dem […] eingesprungenen Ilya Voellmy sind es Mitglieder des Berner Symphonieorchesters, der Camerata Bern und Exponenten der freien Szene - begeistern durch exzellentes Zusammenspiel, feines Klanggespür und den subtilen Dialog mit dem filmischen Geschehen.«

Moritz Achermann in Der Bund, 11.09.2017



»Bläser und Streicher in anmutigem Zusammenspiel. Eine auserlesene Schar von Solistinnen und Solisten schenkten Schuberts Oktett in F-Dur D 803 in der reformierten Kirche eine vollendete Wiedergabe. [...] Obwohl Schubert mit der Unvollendeten (1822) nach sechs Vorgängerinnen schon ein sinfonisches Meisterwerk geschaffen hat, bezeichnete er sein Oktett als Studie zu einer Grossen Sinfonie, vermutlich der C-Dur (1825/28) «mit der himmlischen Länge» (nach Robert Schumanns Aussage). Am Nachvollzug der acht jungen Musikerinnen und Musiker hätte er wie das Publikum seine helle Freude gehabt.«

Samuel Wenger in der Jungfrauzeitung, 03.09.2015



»Despite the title, Rimsky-Korsakov’s Capriccio Espagnol has a strong Scottish accent, especially the foot-tapping Alborada movements with their lively folk-inspired violin solos. The players luxuriated in this glittering and expansive soundworld while the quieter moments gave the horn, flute, clarinet, harp, and even triangle, a chance to shine. [...] From the opening wail of the strings to the final thud of the timpani, via the macabre scherzo and heart-wrenching slow movement, the orchestra superbly captured the emotional intensity of Shostakovichs Symphony No 5. With Järvi at the helm, their performance was a tour de force, notable for the outstanding solo contributions from leader Maya Iwabuchi, principal flute Katherine Bryan, guest principal clarinet Nils Kohler and principal oboe Adrian Wilson.«

Susan Nickalls in The Scotsman, 23.02.2015



»Begeisterndes Trio mit Hommage an Schumann - [...] Dass das junge Trio in die fragmentarischen Impressionen bei Kurtág die volle Stimmungsintensität mit feiner Sensorik einbrachte, überzeugte ebenso wie die atmosphärische Dichte, in der der Klarinettist mit dem Pianisten die düsteren Klangvisionen aufscheinen liess, die Berg vor dem Ersten Weltkrieg seinen Stücken eingab. Aber auch darin erspürten die Interpreten die Poesie, die sie in ihrem Spiel bei Schumann und Brahms so unverbraucht vital ausdrückten. [...] Der Pianist Simon Bucher scheute den markanten Zugriff nicht, blieb aber dennoch [...] der einfühlsame Begleiter [...] und in Brahms‘ Sonate f-Moll der gleichwertige Partner des hinreissend dynamischen Klarinettisten. Es war ein Erlebnis im vollen Reichtum der brahmsschen Facetten.«

Heinz Kunz in der Berner Zeitung, 30.11.2013



»Dynamische Kammermusik von jungen, aufstrebenden Schweizer Künstlern in der Kulturkapelle: das Belenus-Streichquartett gastierte mit Nils Kohler im Emmental. [...] Im Finalstück [Brahms‘ Klarinettenquintett] siegen eindeutig die schwärmerischen Momente: Der ausdrucksstarke Berner Jung-Klarinettist Nils Kohler versetzt das Publikum mit weichen, lyrischen Klängen in die sehnsuchtsvolle Welt der Romantik. Bei so viel malerischer Intensität kommt automatisch Fernweh auf. Doch spätestens beim Heraustreten aus der Kapelle verschmilzt das Fernweh mit der heimeligen Landschaft und ein wunderbarer Abend klingt nach.«

Julia Jordi in der Wochen-Zeitung für das Emmental, 29.08.2013



»Die Musik von Balz Trümpy hat etwas Nachdrückliches, sie spricht. Er habe als Komponist ein starkes Mitteilungsbedürfnis, sagt er, und seine Klänge kommunizieren sofort, laden ein, sein Ausdrucks-Universum zu betreten. Es ist reich und dicht, aber auch mit Präzision gebaut. Eindrücklich war das an einem Porträtkonzert zu erleben, welches das Davos Festival Young Artists in Concert seinem diesjährigen «composer in residence» gewidmet hatte.

Mit Leidenschaft geht das Klarinettensolo „Introduktion und Aria“ (2003) zur Sache, und mit Elan wurde es gespielt vom jungen Nils Kohler. Virtuos singt das Instrument, doch ist sofort zu spüren, dass Trümpy im Horizontalen immer auch das Vertikale hört. Er schafft mit einer genauen Intervallik und modalen Bausteinen eine vielfarbige Musik, die mit einer natürlichen, aus der harmonischen Spannung und der Rhythmik gewonnenen Energie vorwärtsdrängt. [...]  Das [...] uraufgeführte „Antico inverno“ für Sopran und Klarinette nach Gedichten von Salvatore Quasimodo bot intensive Musik von sinnlicher Wucht. Die Sopranistin Lena Kiepenheuer [...] und Nils Kohler loteten darin Grenzen des Ausdrucks aus.«

Alfred Zimmerlin in der NZZ, 23.08.2013



»Zu Mozarts genialem Spätwerk, dem A-Dur-Klarinettenkonzert hat der Orchesterverein traditionellerweise eine enge Beziehung. Der junge Schweizer Solist Nils Kohler spielte das anspruchsvolle Stück mit stupender Präsenz und Gestaltungskraft.«

Daniel Willi in der Aargauer Zeitung, 11.03.2013



»Virtuosität und Gestaltung: Musik aus dem 20. Jahrhundert stand auf dem Programm des vierten Schlusskonzerts der Basler Hochschule für Musik im Musiksaal des Stadtcasinos. Das Sinfonieorchester Basel unter dem Luzerner Dirigenten Ludwig Wicki begleitete fünf Hochschulabsolventen, von denen drei an diesem Abend das Solistendiplom errangen. Mit dem Konzert von Elliott Carter hatte der Berner Nils Kohler aus der Klasse von François Benda sich ein sperriges, anspruchsvolles Diplom-Stück ausgesucht. Er spielte technisch ausgezeichnet, brillierte etwa in den geradezu akrobatischen Läufen des Presto, gefiel aber vor allem im Tranquillo-Teil durch schön phrasierte Legato-Kantilenen und weiches, manchmal fast selbstvergessenes Spiel.«

Alfred Ziltener in der Basellandschaftlichen Zeitung, 29.06.2012



»Ein musikalisches Erlebnis entsteht durch technische Kompetenz und emotionales Einfühlungsvermögen. So wie die Operndiva in ihre Stimme die ganze Gefühlswelt einbringen könne, gelinge dies Nils Kohler auch mit der Klarinette, erklärte Moderator Andreas Müller-Crepon. Genau diese Qualität war in der Wiedergabe des Klarinettenkonzertes Nr. 1 in f-Moll von Carl Maria von Weber vernehmlich. Der Solist holte die überschwängliche Stimmung der Romantik in Reinkultur heraus und verfügte über den langen Atem, um in singender Melodik zu schwelgen und lange Girlanden von schnellen, virtuosen Passagen zu winden. Zur technischen Souveränität gesellte sich ein ausgeprägtes Empfinden für die dynamische Ausgestaltung der im Konzert vorkommenden Stimmungsbilder.«

Kurt Buchmüller im Zofinger Tagblatt, 08.11.2011



»Im Duo „À bout de bras“ von Georges Aperghis verschmolzen Sopransaxophonist Frank Riedel und Klarinettist Nils Kohler bis an die Schmerzgrenze forcierte Spitzentöne zu sirrenden Interferenzen. Den Ohren wurde dabei wie mit Mikrowellen eingeheizt. Traumhaft versunkene Ruhepole bot indes Kohlers intensive Interpretation von Gérard Griseys tastend charmantem Klarinettensolo „Charme“[...]«

Rainer Nonnenmann im Kölner Stadtanzeiger, 15.06.2011


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